20.05.2017 03:30 | Katja Sturm

SV Darmstadt 98: Ein Mann, der Tore schießen kann

Darmstadt Zum Saisonfinale gastieren die schon länger als Absteiger feststehenden Darmstädter heute in Gladbach.

Jamie Maclaren.
Jamie Maclaren. Bild: Huebner/Ulrich (imago sportfotodienst)

Die mangelnde Torausbeute hat die Lilien in dieser Saison den Klassenerhalt gekostet. Einer, der innerhalb von zwei Jahren 42 Treffer in 59 Spielen erzielte, dürfte ihnen deshalb auch in der Zweiten Liga gut tun. Der Australier Jamie Maclaren, dessen Verpflichtung bis 30. Juni 2020 die Darmstädter gestern bekanntgaben, kann diese Bilanz aufweisen. Zwar, wie Trainer Torsten Frings einräumte, in der oft belächelten Liga seines Heimatlandes, doch dass der 23 Jahre alte Nationalspieler damit auch nach Deutschland passen sollte, belegt das Werben weiterer Clubs aus dem Land des Weltmeisters.

„Wir haben ihn sehr lange beobachtet“, erzählte Frings bei der Pressekonferenz vor dem letzten Auftritt der Südhessen in der Beletage des Fußballs. Am heutigen Samstag (15.30 Uhr) gastiert das schon länger als erster Absteiger feststehende Tabellenschlusslicht beim Neunten in Gladbach. Und anders als bei der finalen Heimpartie am vergangenen Wochenende gegen die Hertha, wo beim 0:2 nicht allzu viel zusammenlief bei den Gastgebern, soll die Konzentration noch einmal hochgefahren und ein gutes Spiel gezeigt werden.

Dabei werden Torwart Michael Esser und Stürmer Felix Platte wohl nicht im Kader stehen. Beide konnten verletzungsbedingt in dieser Woche nicht richtig trainieren und könnten somit ihr letzten Spiel für die Lilien bereits gemacht haben. Während die Zukunft Plattes von seinem abgebenden Verein FC Schalke 04 abhängig ist, ranken sich um die Nummer eins im Kasten seit Tagen Wechselgerüchte. Hannover 96, Aufstiegskandidat in der Zweiten Liga, soll an dem Schlussmann interessiert sein.

Doch noch gibt es dazu ebenso wenig Konkretes zu vermelden wie zu einigen anderen Abgangskandidaten. „Wir setzen die Spieler nicht unter Druck“, betont Frings. Vor allem nicht solche, deren Engagement am Böllenfalltor sowieso schon „ein Wunder“ sei. Die Rede ist von Hamit Altintop, der erst nach dem letzten Spiel über seine Zukunft entscheiden will. Dass die Darmstädter den 34-Jährigen, der in der Winterpause kam und seitdem das Spiel der Lilien lenkt, gerne halten würden, ist kein Geheimnis. „Wenn er mit uns in die Zweite Liga mitgehen würde, müsste man ihm eine Statue vor dem Stadion bauen, und da würde ich sogar mit anpacken“, sagt Frings.

Ob mit oder ohne Altintop: Einen direkten Wiederaufstieg hat der 40-Jährige nicht im Blick. „Wir werden eine neue Mannschaft aufbauen müssen, das braucht Zeit“, verriet er in einem Interview. Einige gute Puzzleteile sind aber gefunden.

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