11.08.2017 18:33 | dpa

Dutzende Tote und Verletzte bei Zugkollision in Ägypten

Alexandria Es ist das schwerste Zugunglück in Ägypten seit Jahren. Die Bilder vom Unglücksort lassen die Wucht des Zusammenstoßes erahnen: Die beiden Bahnen sind teilweise zerstört und ineinandergeschoben.

Unfallstelle in Alexandria: Bei dem Unfall gab es viele Tote und zahlreiche Verletzte.
Unfallstelle in Alexandria: Bei dem Unfall gab es viele Tote und zahlreiche Verletzte. Bild: Hazem Gouda

Bei dem schwersten Zugunglück in Ägypten seit Jahren sind Dutzende Menschen getötet und verletzt worden. Zwei Bahnen stießen in der ägyptischen Hafenmetropole Alexandria zusammen. Bei dem Unfall wurden der staatlichen Zeitung Al-Ahram zufolge mindestens 36 Menschen getötet.

Zudem gebe es 123 Verletzte, berichtete das Blatt unter Berufung auf den Sprecher des des Gesundheitsministeriums.

Auf Bildern im Internet waren zwei ineinandergeschobene Züge und auf dem Boden liegende Menschen, die mit Bettlaken bedeckt waren, zu sehen. Rettungswagen brachten die Verletzten in Kliniken. Helfer suchten in dem Zugwrack nach Überlebenden. Dem Staatsfernsehen zufolge riefen die Krankenhäuser in Alexandria den Notstand aus.

Die Hintergründe des Zugunglücks waren zunächst unklar. Al-Ahram zufolge kamen die Züge aus der Hauptstadt Kairo und der Hafenstadt Port Said und steuerten Alexandria als Endhaltestelle an. Demnach fuhr eine der Bahnen von hinten in den anderen Zug hinein.

In Ägypten kommt es regelmäßig zu schweren Zugunglücken. Das mit Abstand schlimmste ereignete sich 2002, als durch einen Brand in einem Abteil mehr als 360 Menschen starben. Im Jahr 2012 starben nach dem Zusammenstoß von einer Bahn mit einem Schulbus mehr als 50 Menschen.

Ein Jahr später kamen wenigstens 25 Menschen ums Leben, als ein Güterzug an einer Bahnüberquerung südlich der Hauptstadt Kairo einen Minibus und ein weiteres Fahrzeug rammte.

Alexandria ist nach Kairo die zweitgrößte ägyptische Stadt, ein wichtiges kulturelles Zentrum des Landes und wegen des etwas milderen Seeklimas ein beliebtes Reiseziel für die Einheimischen.

(dpa)

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