21.04.2017 03:30 |

Polizei zufrieden: Speedmarathon: Landkreis liegt deutlich unterm Hessen-Schnitt

Limburg-Weilburg

Radarkontrolle Foto: Ronald Wittek/Archiv
Radarkontrolle Foto: Ronald Wittek/Archiv Bild: Ronald Wittek/Archiv

Nach 16 Stunden Speedmarathon ist die Polizei zufrieden: Die Raser-Quote im Landkreis liegt bei nur 3,3 Prozent. Das ist deutlich weniger als der hessische Durchschnitt.

4619 Fahrzeuge hat die Polizei beim Speedmarathon am vergangenen Mittwoch im Landkreis überprüft. 151 von ihnen waren zu schnell unterwegs. Davon kein einziger so schnell, dass er ein Fahrverbot bekommen hätte. Die Polizeidirektion zieht deshalb eine erfreuliche Bilanz: Es sei positiv hervorzuheben, dass sich der Großteil der Autofahrer an die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit hielt und nur wenige Überschreitungen festgestellt werden konnten.

Die meisten Fahrzeuge, nämlich 1418, wurden auf der Bundesstraße 49 in Höhe der Ahlbacher Spange überprüft. Hier wurden insgesamt 50 Geschwindigkeitsüberschreitungen festgestellt (3,5 Prozent). Während der Kontrolle wurde das schnellste Auto mit 135, anstatt der erlaubten 100 Stundenkilometer gemessen. Das bedeutet für den Fahrer ein Bußgeld in Höhe von 120 Euro und einen Punkt in Flensburg.

Hessenweit passierten zwischen 6 und 22 Uhr rund 190 000 Fahrzeuge die 343 Messstellen. Hier waren knapp 10 000 Autofahrer zu schnell unterwegs, das macht eine Raser-Quote von 5,3 Prozent. Die Polizei ist aber auch damit zufrieden: Das Gros der gemessenen Autofahrer habe sich an die vorgegebenen Geschwindigkeitsbeschränkungen gehalten. Die Tempoverstöße bewegten sich außerdem mehr als sonst im Verwarnungsgeldbereich und damit für alle auf einem „spürbar geringeren Geschwindigkeitsniveau“.

Zahlreiche Verkehrsteilnehmer wurden an Kontrollstellen angehalten. Hier wurden nicht nur die Hintergründe des Speedmarathons erläutert, sondern zudem ganzheitliche Kontrollen im Sinne der Verkehrssicherheit durchgeführt.

Das waren die größten Raser

Rund 2500 Fahrzeugführer überschritten die Tempolimits um mehr als 21 Stundenkilometer. Das hat für die Betroffenen neben einem Bußgeld auch einen Eintrag in das Verkehrszentralregister beim Kraftfahrtbundesamt in Flensburg zur Folge. 138 Raser waren so schnell unterwegs, dass sie zudem mit einem Fahrverbot von mindestens vier Wochen rechnen müssen.

Auch dieses Jahr fielen offensichtlich unbelehrbare Raser auf: Mit 97 Stundenkilometern durchfuhr ein Autofahrer auf der B 8 zwischen Königstein und Kelkheim eine Messstelle in einem auf 70 Stundenkilometer beschränkten Bereich.

Zwei aus Polen stammende Fahrzeuglenker fuhren mit 128 Kilometern pro Stunde über die A 480 am Reiskirchener Kreuz. Dort ist eine Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h eingerichtet.

Als ernüchternd bewertete die Polizei auch das Messergebnis am Ausbauende der B 448 in Offenbach. Obwohl diese Messstelle im Vorfeld angekündigt wurde, bewegte sich die Beanstandungsquote auf dem Niveau zurückliegender Geschwindigkeitsmessungen. Eine Mercedesfahrerin fuhr statt der erlaubten 80 genau 117 Stundenkilometer.

Biedenkopf: Keiner zu schnell

Ein deutliches Zeichen für Verkehrssicherheit setzen hingegen Autofahrer in Biedenkopf. Während einer zweistündigen Messung an einer Schule war kein einziges Fahrzeug zu schnell unterwegs.

Beim Europäischen Speedmarathon am vergangenen Mittwoch waren in Hessen insgesamt 757 Polizisten und Bedienstete der teilnehmenden Kommunen im Einsatz. nnp

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