18.05.2017 21:46 | Stefanie Heil

Baukosten verdoppeln sich: Straßenbau an der Altkönigstraße und in Bommersheim wird teurer

Oberursel Im August rücken Bauarbeiter an der Altkönigstraße und An der Friedenslinde in Bommersheim an. Weil dort mehr Geld ausgegeben wird, als kalkuliert war, müssen zwei andere Maßnahmen warten. Für die Kostensteigerungen gibt es zwei Gründe.

Die B 486 ist seit gestern gesperrt. Ein einsamer Laster dreht auf der Straße. Drumherum herrscht Stau auf allen möglichen Umfahrungen.
Symbolfoto: red

Der schrittweise Ausbau der Altkönigstraße soll in diesem Sommer abgeschlossen werden. Anfang August sollen Bauarbeiter am letzten Bauabschnitt, konkret zwischen der Hausnummer 60 und der Clara-Schumann-Straße, anrücken. Kurz darauf, voraussichtlich Mitte August, soll die gleiche Baufirma dann in Bommersheim aktiv werden und die letzten Arbeiten An der Friedenslinde erledigen.

Die beiden Maßnahmen passieren dieser Tage die kommunalpolitischen Gremien. Der Bauausschuss der Stadtverordnetenversammlung hat in beiden Fällen sein Okay zur Auftragsvergabe gegeben – in Bezug auf Bommersheim einstimmig. Von einer abschließenden Zustimmung des Parlaments am 1. Juni ist daher auszugehen.

Die Politik sagt damit aber nicht nur Ja zum Bau an sich, sondern votiert auch dafür, dass zwei andere Straßenbauprojekte verschoben werden: der Ausbau des Steinmühlenwegs und der des Hammergartens. In Letzterem liegt die Kita Schatzinsel, die auf den Ausbau wartet. „Wir sind im Gespräch über ein Provisorium“, sagte Bürgermeister Hans-Georg Brum (SPD).

Volle Auftragsbücher

Warum werden zwei Maßnahmen verschoben? Weil die Bauarbeiten in der Altkönigstraße und An der Friedenslinde teurer werden, als die Stadt kalkuliert hatte. Deutlich teurer. Für die Altkönigstraße werden 640 000 statt 300 000 Euro fällig, für die Friedenslinde 510 000 statt 250 000 Euro. Brum verweist zum einen auf steigende Baukosten, weil die Firmen die Auftragsbücher voll haben, zum anderen, und das mache den größeren Teil aus, auf erweiterte Planungen.

In der Altkönigstraße werden Asphaltdecke und Bitumenschicht erneuert, ebenso Gehwege und Parkstreifen. Der Parkstreifen wird breiter, 2,15 statt 1,75 Meter. Der Gehweg soll auf der südlichen Straßenseite künftig nur noch 1,70 statt 2,20 Meter breit sein, auf der nördlichen 1,60 statt 1,50 Meter.

Beim Bau werden Grünflächen geschaffen, eine davon an der Ecke zum Steinmühlenweg. Sie soll zwischen Fahrbahn und Fußweg liegen. Dr. Eggert Winter (SPD), Vorsitzender des Bauausschusses, hält sie unter anderem in Bezug auf Kosten und Pflegeaufwand nicht für sinnvoll. Winter enthielt sich bei der Altkönigstraße wie Georg Braun (OBG). „Man verschlimmbessert diese Ecke“, sagte Braun.

Peter Lutz (AfD) und Roland Ruppel (OBG) stimmten gegen die Vorlage. Ruppel störte sich an dem Engpass, der seiner Meinung nach am Steinmühlenweg entsteht. Gegenüber der Einmündung des Wegs liegt die Bushaltestelle Richtung Süd. Die Bushaltestellen in diesem Abschnitt der Altkönigstraße werden im Zuge der Baumaßnahme barrierefrei gestaltet.

Während die Busstopps in der Altkönigstraße nicht versetzt werden, wird die Haltestelle An der Friedenslinde beim Ausbau verschoben. In Bommersheim werden zudem Gehwege erneuert, die Fahrbahn saniert und die Kreuzung zur Langen Straße durch eine neue Grünfläche schmaler. Sie soll sichererer werden. Über den Kreuzungsumbau war im Ort intensiv diskutiert worden.

Kommentare

  • Huch!
    geschrieben von Nym (28 Beiträge) am 19.05.2017 13:22

    ...,

    schon wieder zu unseren Lasten verrechnet! Macht nix. Hauptsache die Projekte werden abgeschlossen, Straßen erneuert, Parkplätze verbreitert, Gehwege schmaler und Haltestellen saniert. Für die Kita ist dann erstmal kein Geld da oder soll ein Privisorium gefunden werden.

    Wie makaber kann ein Zitat des obersten, von 70% der Wahlberechtigten nicht gewählten, Stadtverwalters in den Ohren der betroffenen Eltern und Kindern klingen?

    Fragt verständnislos,

    ihr Arno Nym



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