20.05.2017 03:30 | Sven-Sebastian Sajak

Mehrere Hunderttausend Euro Sachschaden: Kellerbrand in Oberursel: Zwei Arbeiter gerettet

Oberursel Enormer Sachschaden entstand gestern bei einem Brand in einem Rohbau in der Berliner Straße. Vor allem der Rauch machte dabei den Einsatzkräften zu schaffen.

Völlig verrußt verlassen die Feuerwehrleute die Brandstelle. Derweil steht schon der große Lüfter bereit.
Völlig verrußt verlassen die Feuerwehrleute die Brandstelle. Derweil steht schon der große Lüfter bereit. Bild: Sven-Sebastian Sajak

Bei einem Kellerbrand in der Berliner Straße entstand am gestrigen Vormittag nach Angaben der Polizei Sachschaden von mehreren Hunderttausend Euro. Wieso das Feuer in dem Rohbau des Mehrfamilienhauses ausbrach, ist noch nicht abschließend geklärt. Die Polizei vermutet jedoch, dass Schweißarbeiten im Keller den Brand ausgelöst haben.

Um 9.05 Uhr wurde die Leitstelle alarmiert, die gleich mehrere Feuerwehr- und Rettungskräfte zur Einsatzstelle delegierten. Schon beim Notruf war klar, dass sich noch Personen im Haus befanden. Als die Wehr am Brandort eintraf, hatten sich bereits zwei Arbeiter auf Balkone im ersten und zweiten Obergeschoss gerettet. Der Weg durch das Treppenhaus ins Freie war ihnen aufgrund der starken Rauchentwicklung abgeschnitten. Die beiden Männer wurden von der Feuerwehr Oberursel mit einer Drehleiter unverletzt in Sicherheit gebracht.


Artikel mit Diashow!Feuerwehr bekämpft Kellerbrand in Oberursel

Parallel dazu gingen mehrere Trupps unter Atemschutz mit zwei Rohren zur Brandbekämpfung ins Gebäude. Dabei gelang es ihnen rasch, das Feuer unter Kontrolle zu bringen. Anschließend musste das Gebäude mit Überdrucklüftern vom Rauch befreit werden. Im Einsatz waren rund 40 Kräfte der Freiwilligen Feuerwehren Oberursel-Mitte, Bommersheim und Oberstedten sowie der Einsatzleitwagen aus Weißkirchen.

Auch zwei Rettungswagen und ein Notarzt sowie die Polizei waren dort. Die Einsatzleitung lag beim Wehrführer der Wehr Oberursel-Mitte, Uli Both.

Der Schaden in dem Gebäude ist so erheblich, weil noch keine Türen in dem gesamten Gebäude eingebaut waren. Dadurch konnte sich der dicke Rauch über das ganze Haus in alle Wohnungen verteilen. Auch die Fenster waren noch verklebt, so dass hier ebenfalls kein Luftaustausch stattfinden konnte. Der Ruß, der sich an den Wänden abgesetzt hat, muss entfernt werden. Auch im Keller dürften nach Schätzungen der Feuerwehr „einige Infrastrukturschäden“, beispielsweise an bereits verlegten Leitungen, entstanden sein. Die Statik des Hauses ist aber wohl nicht gefährdet.

(saj)

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