13.10.2017 03:30 | Dorit Lohrmann

Vom Hessenpark zur Saalburg: Eine kleine Museumsrunde

Hochtaunus Auf der Suche nach gut begehbaren Wanderwegen in der Taunuslandschaft hat diese Zeitung Mitglieder der Taunusklubs befragt. Dabei hat sich manch interessanter Tipp ergeben, den wir in loser Folge unseren Lesern präsentieren wollen.

Wer nach der Rundtour noch nicht genug hat, für den lohnt sich ein Besuch des Freilichtmuseums Hessenpark in Neu-Anspach. Vielleicht nimmt der dortige Briefträger die Besucher ja mit auf seinem Weg durch das Museum.
Wer nach der Rundtour noch nicht genug hat, für den lohnt sich ein Besuch des Freilichtmuseums Hessenpark in Neu-Anspach. Vielleicht nimmt der dortige Briefträger die Besucher ja mit auf seinem Weg durch das Museum.

Wer einem Wanderverein angehört, der hat wahrscheinlich schon sehr viele Kilometer hinter sich, die er über Stock und Stein gestiegen ist. Oder, falls er sich erst vor geraumer Zeit einer solchen Truppe angeschlossen hat, hofft er zumindest auf solch ausgedehnte Routen.

Auf jeden Fall überlassen passionierte Wanderer nichts dem Zufall und wappnen sich für alle Eventualitäten: festes Schuhwerk, Regenschutz, Orientierungshilfen, Proviant. So ist man auf langen Strecken mit manch steilen Auf- und Abstiegen, auf Wetterwechsel und andere Unwägbarkeit gefeit.

Aber es müssen ja nicht immer die ganz großen Touren sein. Was aber, wenn man nur einen kleinen Ausflug in die nähere Umgebung machen möchte, ohne große Ausrüstung und sonstigem Brimborium? Für diejenigen hat Hubert Henrici vom Neu-Anspacher Taunusklub eine Idee. Sein Vorschlag, der auch von Spaziergängern, bewältigt werden kann, beginnt am Hessenpark und endet am Römerkastell Saalburg. „Diese gut ausgeschilderte Museums-Tour ist auch für Familien mit Kindern geeignet“, sagt Henrici. Der Weg sei derart gut ausgeschildert, dass man sich auch ohne Wanderkarte oder GPS zurecht finden könne. Und man darf ihm sicherlich vertrauen, ist Henrici schließlich Wanderwart des Vereins.

Die Route ist etwa siebeneinhalb Kilometer lang und lässt sich laut Henrici in rund zweieinhalb Stunden reiner Wanderzeit gut absolvieren. Ausgangspunkt ist der Parkplatz am Hessenpark, der per Auto, aber auch mit Bussen des öffentlichen Nahverkehrs angesteuert werden kann. Von dort aus startet ein kleiner Rundwanderweg, der bis zum Römerkastell und zurück führt.

Markiert ist die Strecke durch den Wald mit einem Hufeisen. Er führt bis Obernhain, und durch den Wehrheimer Ortsteil hindurch. Auf der Saalburgstraße, der ehemaligen Kreisstraße, geht es danach wieder durch den Wald hinauf in Richtung Saalburg. Kurz vor Erreichen des Römerkastells stoßen die Wanderer auf den Pfahlgraben, den Limes. Mit dem Überschreiten dieser Grenze verlassen die Wanderer das „freie Germanien“ und betreten das Gebiet des römischen Imperiums.

Wer an diesem Punkt der Wanderung eine Pause wünscht, könnte sie mit einem Besuch des Römerkastells aufwerten. Hubert Henrici empfiehlt jedenfalls die Besichtigung des Museums mit seinen Gebäuden und Ausstellungen.

Nach der Stippvisite auf der Saalburg geht es entlang der antiken Grenze auf dem Limesweg in Richtung Sandplacken. Der Limesweg ist mit einem Römerturm gekennzeichnet, der dem Wanderer nunmehr einen anderen Weg zurück zum Hessenpark weist. Nach etwa zwei Kilometern trifft der Limesweg auf den Elisabethpfad, einen Fernwanderweg, der von Frankfurt nach Marburg führt und mit dem Kopf der heiligen Elisabeth auf rotem Grund markiert ist. An dieser Einmündung heißt es, rechts abbiegen und dem Weg bis zum Hessenpark folgen.

Wer noch über genügend Ausdauer verfügt, für den lohnt sich ein Abstecher zum Freilichtmuseum. Die gesamte Strecke hat kaum Steigungen und lässt sich daher auch mit einem Kinderwagen leicht bewältigen.

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