20.04.2017 03:30 | Marc Kolbe

Kriminalität im Hochtaunuskreis: Das sind die 10 häufigsten Verbrechen im Hochtaunuskreis

Hochtaunus Sachbeschädigung ist die Nummer eins in den Top Ten der Straftaten im Hochtaunuskreis. Dennoch bleibt festzuhalten: Verbrechen lohnt sich im Taunus nur bedingt – fast 60 Prozent der Straftaten werden nämlich aufgeklärt.

 

Mit solchen Zahlen kann man getrost vor die Öffentlichkeit treten: 58,8 Prozent aller im Hochtaunuskreis begangener Taten wurden im vergangenen Jahr aufgeklärt. Das macht ein Plus von 2,1 Prozent bei der Aufklärungsquote und ist der beste Wert der vergangenen 10 Jahre. Und nicht nur das: Die Anzahl der Straftaten ist auch insgesamt rückläufig. Zählte die Polizeidirektion im Jahr 2015 noch 11 263 Straftaten, waren es 2016 nur noch 10 834. Das sind 429 Fälle oder 3,8 Prozent weniger.

Die Häufigkeitszahl (Straftaten pro 100 000 Einwohner) beläuft sich für den Taunus auf 4641 (2015: 4880), hessenweit liegt dieser statistische Wert bei 6672. „Der Hochtaunuskreis zählt zu den sichersten Landkreisen in Hessen“, fasste Landrat Ulrich Krebs (CDU) das Zahlenwerk zusammen, das gestern von der Leiterin der Polizeidirektion, Kriminaldirektorin Antje van der Heide, und ihrem Stellvertreter, Kriminaloberrat Viktor Lekic, präsentiert wurde.


 

Doch ganz ohne Kriminalität geht es – leider – auch zwischen Bad Homburg und Weilrod nicht. Daher ein Blick auf die Top Ten der Kriminalität im Hochtaunuskreis:

1: Auch wenn der Tatbestand der Sachbeschädigung das Nummer-1-Delikt im Hochtaunus ist und bleibt, gibt es dennoch eine gute Nachricht: Es wurde der niedrigste Wert der vergangenen zehn Jahre verzeichnet. Die Aufklärungsquote konnte sogar von 9,7 auf 29,1 Prozent gesteigert werden.

2: Auch beim Waren- und Warenkreditbetrug verzeichnet die Polizei rückläufige Zahlen in allen Bereichen. Was der Polizei jedoch auf der Seele lastet, sind die Betrügereien mittels Enkeltrick und falscher Polizeibeamter (siehe auch INFO). „Diese Taten sind an Niederträchtigkeit nicht zu überbieten“, so Lekic.

3: Auf Position drei mit 664 Taten landeten die Wohnungseinbrüche. Beachtlich: Bei der Hälfte aller Fälle blieb es beim Versuch. Für van der Heide ein Erfolg der präventiven Arbeit der Polizei. Den Einbruch bei der Aufklärungsquote – von 39,8 auf 16,2 Prozent – erklärt Lekic mit einem großen Erfolg des Vorjahres. 2015 hatte die AG Weiltal eine Tätergruppe überführt, der allein über 100 Einbrüche zugeordnet werden konnten.

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4: Eine hohe Aufklärungsquote verzeichnet die Polizei beim Top-4-Delikt, der leichten Körperverletzung. Nachvollziehbar, kennt man den Gegenüber im Konfliktfall doch in aller Regel. Übergriffe von Unbekannten im öffentlichen Raum kommen hingegen eher selten vor.

5: Ende 2014 wurde die Arbeitsgruppe Pkw gegründet – mit Erfolg, wie Kripo-Chef Lekic betont. Seinerzeit war die Zahl der Diebstähle aus oder von Autos sprunghaft angestiegen. Die Arbeitsgruppe sollte eine Bündelung von Sachkenntnis und in der Folge eine Steigerung der Aufklärungsquote mit sich bringen. Diese lag 2015 noch bei 19,6 Prozent und stieg 2016 auf beachtliche 61,8 Prozent.

6: Auf dem sechsten Platz landete der Fahrraddiebstahl – im Fachjargon auch als „unbefugte Inbrauchnahme“ bekannt. Von 505 Fällen konnte immerhin rund ein Drittel aufgeklärt werden.

7–10: Auf den weiteren Plätzen landeten Ladendiebstahl, Rauschgiftdelikte, Beleidigung und Freiheitsberaubung/Nötigung/Bedrohung.

Insgesamt haben die Top-Ten-Delikte einen Anteil von 58 Prozent an der Gesamtkriminalität.

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