18.05.2017 03:30 | Sabine Münstermann

Motorradfreunde Kirdorf: Biken mit des Pfarrers Segen

Kirdorf 20 Jahre drehen die Kolping Motorradcycling Brüder nun schon ihre Runden. Das wurde kräftig gefeiert. Auch auf Gottes Segen wollten die Biker dabei nicht verzichten.

Seit 20 Jahren „on tour“: die Kolping Motorradfreunde Kirdorf.
Seit 20 Jahren „on tour“: die Kolping Motorradfreunde Kirdorf. Bild: Jochen Reichwein

Sie trafen sich regelmäßig nach der Singstunde des Kolping-Chors in der Gaststätte „Zum Türmchen“, Roland Benedickt und Volker Göbel. Kamen dabei ins Plaudern und stellten fest, dass sie ein Hobby verbindet: das Motorradfahren. Aus dem Duo wurde schnell ein Trio, denn Kneipenwirt Hans Buff bekannte sich ebenfalls zum Biken. Das war 1997.

„Die Formel ist in Kirdorf ja bekannt“, sagt Roland Göbel lachend: „Drei Kirdorfer mit dem gleichen Hobby, das ist ein neuer Verein.“

Gesagt, getan: Unter dem „Schutzschirm“ der Kolpingfamilie wurden die „Kolping Motorradcycling Brüder“ gegründet. Die am 10. Mai 1997 zu ihrer ersten Tour starteten. Und natürlich kräftig die Werbetrommel rührten, um noch weitere Mitfahrer zu gewinnen.

Offensichtlich haben sie gut gerührt, denn mittlerweile gehören dem Club fast 40 Fahrer – und Fahrerinnen an. Weswegen der Club mittlerweile auch „Kolping Motorradfreunde Kirdorf“ heißt. Und die sind ordentlich unterwegs – zu Tagestouren, aber auch zu Treffen anderer Kolping-Biker, „bei denen wir Menschen kennengelernt haben, für die ein Schoppen nicht ein Viertel, sondern ein halber Liter ist“, wie Göbel lachend erklärt.

2007 war dann ein ganz besonderes Jahr, denn da fand das große Bikertreffen aller deutschen Kolping-Motorradclubs sogar in Bad Homburg statt. „Das war echt klasse, da waren über 100 Motorradfahrer dabei“, erinnert sich Göbel. Und anlässlich dieses Treffens fand auch im Taunusdom ein Bikergottesdienst statt, „an den sich noch viele Gäste und Kirdorfer gerne erinnern“, sagt Göbel.

Klar, dass die Biker sich auch am vergangenen Wochenende zum 20-jährigen Bestehen Gottes Segen abholten und dass anschließend im ehemaligen Schwesternhaus gefeiert wurde, dürfte auch niemanden verwundern – wir reden hier schließlich von Kirdorf. Und da gilt das „Erste Gebot Kirdorfs“, wie Biker Michael Rauch bestätigt: „Gegesse wird um 12!“

(sbm)

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