20.05.2017 03:30 | Tatjana Seibt

Nachricht auf Facebook: Wirbel um vermeintlichen Entführungsversuch: Betrunkener spricht Schüler an

Usinger Land Es passiert immer mal wieder, doch wenn es passiert, ist die Angst unter Eltern von Schulkindern groß: In Neu-Anspach in der Taunusbahn ist ein Schüler von einem Mann angesprochen worden – einen sexuellen Hintergrund schließt die Polizei jedoch aus.

Die Nachricht verbreitete sich über Facebook wie ein Lauffeuer. Ein Junge der Jahrgangsstufe 7 der Adolf-Reichwein-Schule soll am 11.Mai von einem unbekannten Mann am Morgen in der Taunusbahn am Wehrheimer Bahnhof angesprochen und zum Mitkommen aufgefordert worden sein. „Am 17. Mai ist darüber auch die Schule informiert worden“, bestätigte Michael Stanzel, stellvertretender Schulleiter auf Nachfrage der TZ.

Der Schüler sei in der Tat von der ARS und der Jahrgangsstufe 7. Richtig sei es, dass der Schüler von einem Mann in der Taunusbahn angesprochen wurde.

Polizei und Schule seien darüber informiert und der Mann ermittelt worden. Auf Nachfrage der TZ bei der Polizei in Bad Homburg bestätigte Pressesprecher Andreas Hemmes einen Teil des Vorfalls. „Es ist richtig, dass der Mann den Schüler angesprochen hat“, sagte Hemmes.

Kein sexuelles Motiv

Aus den Ermittlungen sei aber nicht hervorgegangen, dass der Mann den Schüler zum Mitgehen aufgefordert hat. Einen sexuell motivierten Hintergrund schließt die Polizei dabei aus. Der Mann sei unter Beobachtung und habe keinen festen Wohnsitz, so Polizeihauptkommissar Hemmes.

Weitere Angaben wollte die Pressestelle allerdings nicht machen. Der Mann sei betrunken gewesen und habe den Schüler nach Glücksspielen gefragt. Die Schule ist über den Vorfall informiert worden, ebenso die Elternschaft.

Aufmerksam sein

Einen Schüler anzusprechen ist für sich genommen noch keine Straftat. Dennoch sollten Eltern und Schüler aufmerksam sein, „deshalb haben wir Verhaltensempfehlungen an die Eltern herausgegeben“, sagte Stanzel. Und auch Hemmes betont: „Wenn den Eltern etwas komisch vorkommt, dann ist richtig die Polizei zu informieren.“ Vermieden werden soll aber eine unnötige Panikmache. Nicht hinter jeder Ansprache stecke die Absicht eines Verbrechens. Manchmal wollen die Leute eben wirklich nur nach dem Weg fragen und sonst gar nichts.

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