21.04.2017 03:00 | Anja Petter

Möglicher Umzug: Lösung für Lärmproblem mit Neu-Anspacher Schrotthändler gefunden

Neu-Anspach Schon lange beklagen sich die Anwohner über den Lärm, der von der in der Saalburgstraße ansässigen Firma Röhrig ausgeht. Jetzt sieht es so aus, als könnte es mit einem Umzug des Schrotthändlers doch noch klappen.

(Symbolbild)
(Symbolbild) Bild: dpa

Die Firma Röhrig ist nun schon seit mehreren Jahren auf der Suche nach einem neuen Standort. Der Schrotthändler, von dessen Betrieb in der Saalburgstraße zu viel Lärm ausgeht, hatte bereits überlegt, sein Unternehmen in den Bereich der Deponie Brandholz zu integrieren, war aber mit der RMD nicht einig geworden, und sogar einmal eine Verlagerung nach Usingen in Erwägung gezogen. Aber auch das hatte nicht geklappt. Jetzt aber könnte es doch noch eine Lösung geben: Regionalverband und Regierungspräsidium, die bekanntlich bereits zwei weitere von der Stadt ins Auge gefasste Standorte – an der Sendefunkstelle sowie an der ehemaligen Verbindungsstraße nach Wehrheim – aus ökologischen Gründen abgelehnt hatten, würden einem Umzug auf eine Fläche unterhalb der Deponie zustimmen.

„Mit Bauchschmerzen“, wie Bürgermeister Klaus Hoffmann (CDU) auf Anfrage mitteilt, aber immerhin: Beide akzeptierten die Verlagerung, da es sich bei dem Schrotthändler um ein ähnliches Gewerbe wie bei der Deponie handele. „Das würde passen“, meint er.

Aber: „Eine weitere sonstige Ausweisung von gewerblichen Flächen an dieser Stelle“, wie es die Verwaltung, die interessierten Unternehmen derzeit nicht ein einziges Gewerbegrundstück anbieten kann, ursprünglich einmal überlegt hatte, wurde von Regionalverband und Regierungspräsidium „ausdrücklich ausgeschlossen“. Und: „Die mögliche Anordnung und Grundstücksbildung von etwa 10 000 Quadratmetern muss so nah wie nur möglich an das Gelände heranrücken“, heißt es der Verwaltungsvorlage, über die zunächst der Umweltausschuss am kommenden Dienstag und der Bauausschuss am Donnerstag und dann am 11. Mai die Stadtverordnetenversammlung (jeweils ab 20 Uhr im Bürgerhaus) entscheiden werden.

Laut Verwaltung wurde mit den von der Planung betroffenen Grundstückseigentümern bereits verhandelt. „Es kann davon ausgegangen werden, dass eine Einigung erzielt werden kann.“ Was die Bogenschützen angeht, die unterhalb der Deponie beheimatet sind und deren Bereich auch erhalten werden soll, müssen noch Gespräche geführt werden. Wie der Bürgermeister berichtet, könnte ein Windkanal entstehen, wenn oberhalb und unterhalb des Trainingsgeländes Bebauung ist. Hoffmann: „Ihnen darf kein Nachteil entstehen.“

Wo Röhrig genau Platz finden wird, soll nun, wenn die Politik den Grundsatzbeschluss gefasst hat, im Detail im Rahmen einen vorhabenbezogenen Bebauungsplanes ermittelt werden. Hoffmann: „Jetzt sind wir erst einmal froh, dass es überhaupt klappt.“

Andreas Röhrig, Geschäftsführer des Unternehmens, wollte sich gestern noch nicht äußern. Es sei schon zu viel über das Thema geschrieben und geredet worden, er warte nun erst einmal eine endgültige Entscheidung ab, meinte er.

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