20.05.2017 03:30 | Evelyn Kreutz

Allegro! Das Musikfest im Taunus: Bühne frei für begabte Musiker

Usinger Land Unter dem Motto Aufbruch geht „Allegro! Das Musikfest im Taunus“ zum vierten Mal an den Start. Das Programm mit zehn Konzerten steht. Die künstlerischen Leiter Friederike Richter und Karl-Werner Joerg stellen es den Unterstützern vor.

Friederike Richter und Karl-Werner Joerg sind die musikalischen Leiter von Allegro und gaben einen musikalischen Vorgeschmack.
Friederike Richter und Karl-Werner Joerg sind die musikalischen Leiter von Allegro und gaben einen musikalischen Vorgeschmack.

. Zu neuen kulturellen Ufern haben sich 2011 der Hochtaunuskreis und die Stadt Usingen aufgemacht und „Allegro! Das Musikfest im Taunus“ ins Leben gerufen. Das diesjährige Motto Aufbruch spielt nach drei gelungenen Auflagen mit steigenden Besucherzahlen nicht darauf an, dass sich auch im Dunstkreis der Metropole Frankfurt kulturell etwas bewegen lässt.

Die künstlerischen Leiter Friederike Richter und Karl-Werner Joerg suchten ein Thema, nachdem sich die Orientierung an Instrumenten, die im Mittelpunkt stehen, erschöpft hatte. Aufbruch schwinge mit bei der geistigen Umwälzung der Reformation, die sich in diesem Jahr zum 500. Mal jährt. Aufbruch sei aber auch bezeichnend für die Musik von Felix Mendelssohn-Bartholdy, die in diesem Jahr in vielen, aber nicht allen Allegro-Konzerten zu hören sein soll. „Der war eines des größten Wunderkinder, größer vielleicht als Mozart“, ist Richter überzeugt.

„Aufbruch soll aber auch stehen für das Engagement junger, höchstbegabter Nachwuchskünstler“, betonte Veranstalter Joerg von der Friedrichsdorfer Agentur „Kulturkommunikation“.

Ein Beispiel ist eine junge Pianistin aus dem Iran, die mit dem Sinfonieorchester „ensemble reflektor“ spielt (mehr zum Programm lesen Sie in INFO). Das Orchester spielt an außergewöhnlichen Aufführungsorten wie Diskotheken und Lagerhallen, um auch junge Menschen für Klassik zu interessieren – und zum Auftakt von Allegro. Zu den geförderten hochbegabten Preisträgern gehören auch Simon Höfele (Trompete) und Amelie Held (Orgel). Auch das international renommierte Amaryllis-Quartett kommt nach Usingen. Schließlich soll die besondere Atmosphäre bei zwei Open-Air-Konzerten die Brücke zur klassischen Musik bauen.

Begeisterung

„Es geht bei Allegro um die Musik, um die Orte und um die Menschen, die sich davon begeistern lassen“, sagte Landrat Ulrich Krebs (CDU). Künstlerische Qualität müsse nicht unbedingt an großen Namen festgemacht werden. Die beiden musikalischen Leiter hätten auch ein besonderes Talent, junge Talente ausfindig zu machen. Die beiden meisterten es auch immer, das richtige Konzert mit dem richtigen Ort und seiner besonderen Atmosphäre zusammenzubringen und damit die Schönheit des Usinger Landes hervorzuheben.

Wichtig ist Krebs, dass Besucher sich angesprochen fühlen und ein attraktives musikalisches Angebot vor der Haustür finden. Krebs und Usingens Bürgermeister Steffen Wernard (CDU) wissen aber auch, dass ein solches Musikfest über mehrere Tage ohne finanzielle Unterstützung nicht funktioniert. Regionale Banken, Energieversorger und Unternehmen sind von Anfang an mit im Boot, müssen aber immer wieder neu geworben werden. Mit dem diesjährigen Programm ist das erneut gelungen.

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